Management-Coaching für Führungskräfte im Raum Frankfurt

Qualität im Management-Coaching (unser Ansatz)

Qualitätskriterien für ein Coaching

Definition Coaching

Nach unserem Verständnis ist Coaching ein partnerschaftlicher, interaktiver Arbeitsprozess zur Erarbeitung von Lösungen für aktuelle Herausforderungen und zur Umsetzung von Zielen des Klienten. Wir liefern als Service die dazu notwendigen Methoden, Erfahrungen und das passende Fachwissen. Diese Ressourcen entsprechen dem neuesten Stand des Wissens („Best Practice“). Das können wir aufgrund unserer Praxiserfahrung in Verbindung mit praxisorientierter Forschung sicherstellen. Damit folgt unser Coaching-Ansatz dem Prinzip der Beratung, bei dem ein Fachmann notwendig ist. Dagegen verstehen sich andere Ansätze als „Begleitung“ oder als reine Frage-, Gesprächs- oder Zuhörtechniken, die voraussetzen, dass der Klient bereits über alle Erfahrungen und Kenntnisse verfügt, um die beste Lösung selbst zu finden. Ein derartiges Coaching ist nach unserer Erfahrung kaum in der Lage, über die alten Gewohnheiten hinauszugehen oder eine Verhaltensänderung zu bewirken, weil meistens keine zuverlässige Diagnose der Stärken, Schwächen, Potenziale, Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale mit validierten Testverfahren durchgeführt wird. 

Wir halten auch nicht viel davon, wenn Laien mit psychotherapeutischen „Methoden“ oder Versatzstücken von „Theorien“ arbeiten. Ein Beispiel ist das „Systemische Coaching“, das den Anschein erweckt, aus der Systemischen Therapie zu stammen und genauso „wirksam“ zu sein. Dies ist ein klarer Verstoß gegen das Psychotherapeutengesetz, das den gutgläubigen Laien von Scharlatanerie schützen will. Ähnlich ist es im Falle des Neurolinguistischen Programmierens (NLP), des "Wingwave-Coaching" oder der Theorie des "Situativen Führens". (Dem Wingwave-Coaching liegt ein psychotherapeutisches Verfahren zur Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung zugrunde, das in den Händen von Laien überhaupt nichts zu suchen hat).

Als Qualitätskriterium ist auch eine „zertifizierte“ oder "anerkannte" Coaching-Ausbildung nicht geeignet, weil weder eine wissenschaftliche noch eine staatlich anerkannte Ausbildung für diese Tätigkeit existiert. Stattdessen ist eine Selbstzertifizierung der Coaching-Verbände als Interessenvertreter der Coaching-Anbieter weit verbreitet. Das Gleiche gilt für die selbst formulierten "Ethikrichtlinien", die keinerlei unabhängiger Prüfung unterzogen werden (auch der Deutsche Astrologenverband hat eine Ethik-Richtlinie und zertifiziert seine Mitglieder und deren Ausbildung). 

Literaturempfehlungen:

  • Harvard Business Review Guide to Coaching Employees, Boston, Massachsetts 2015
  • Pressemitteilung: Was ein Coaching wirksam und effektiv macht. PDF donwload: Wirksamekit von Coaching
  • V. Lau: Oskure Managementesoterik. In: Personalmagazin 09/2013 und Interview im "Karriere-Spiegel" mit gleichem Inhalt (Link zum Online-Artikel)
  • K. Werle: Die Stunde der Scharlatane, in: Manager-Magazin, Heft 3/2007 (Link zum Online-Artikel)
  • W. Pelz: Systemisches Coaching - eine kritische Analyse pdf download)

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir kritisieren nicht, wenn jemand sich als Coach betätigt, indem er in das Gespräch seine Erfahrungen auf einem Spezialgebiet und seinen gesunden Menschenverstand einbringt (zum Beispiel beim Peer Coaching, wie es auch in MBA-Programmen geübt wird). Problematisch wird es, wenn ein Coach vorgibt, wissenschaftlich fundierte, therapeutische Techniken und Methoden zu beherrschen und sich auf eine Ausbildung oder Zertifizierung beruft, die Wissenschaftlichkeit vortäuscht.

Was mit wissenschaftlich fundierten (wirksamen) Methoden gemeint ist, und unter welchen Bedingungen sie eingesetzt werden können, hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie nach § 11 des Psychotherapeutengesetzes definiert (Link).